Schwermetallausleitung / Chelattherapie

Das Wort Chelat kommt von dem griechischen Wort „Krebsschere oder Krebszange“. Chelatbildner sind Substanzen, die sich Metalle schnappen, sie in eine stabile Ringstruktur einschließen und sie dann über die Ausscheidungsorgane, insbes. die Niere aus dem Körper transportieren.

Die Chelat-Therapie – auch klinische Metall Toxikologie genannt, ist die Therapie mit metallbindenden Substanzen, sog. Chelatoren, wie EDTA oder DMSA. Sie besitzen eine hohe Bindekapazität für Schwermetalle wie Blei, Kadmium, Quecksilber, Silber, Nickel, Arsen usw. und auch für Leichtmetalle wie Aluminium.

Die EDTA-Chelat-Therapie wird seit über 50 Jahren weltweit mit Erfolg praktiziert. Sie wird in Deutschland von spezialisierten Chelat-Therapeuten streng nach den Internationalen Richtlinien durchgeführt und ist ein wichtiger Baustein in der Entgiftungstherapie, sowie bei der Behandlung und Prävention degenerativer Erkrankungen.

Wie erkennt man eine Metallbelastung?

Amalgam im Mund ist z. B. eine sichere Quelle für eine Belastung mit dem hochtoxischen Quecksilber. Der Zahnfüllstoff Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber, des weiteren aus Silber, Zinn, Zink, Kupfer. Das Quecksilber löst sich aus der Füllung bei jedem Kauen, auch Kaugummikauen, Trinken von Heissem und Saurem. Eine Chemotherapie mit bestimmten platinhaltigen Substanzen  (Cisplatin) führt ebenso zu einer sicheren Belastung. Andere Metallbelastungen z. B. aus Trinkwasser, Nahrung und Umwelt sind oft maskiert und nur durch einen speziellen Provokationstest zu ermitteln.

Zur Diagnostik (sog. Provokationstest) und zur Therapie einer (Schwer-)Metallbelastung wird die synthetisch hergestellte Aminosäure Ethylen-Diamin-Tetra-Aceticacid (EDTA) zusammen mit bestimmten Mineralien und Vitaminen als intravenöse Infusion über 2 – 4 Stunden verabreicht. Zusätzlich wird DMSA gegeben. Während die Infusionslösung durch die ca. 400 000 km Blutgefäße fließt, werden Metall-Ionen zusammen mit Bestandteilen der Plaques (Ablagerungen in den Gefäßwänden) stabil gebunden und über die Niere ausgeschieden. Eine ausreichende Nierenfunktion ist deshalb absolut notwendig. Vor  und begleitend zur Chelattherapie erfolgen Labor- und klinische Untersuchungen. Während der Chelat-Therapie ist die Substitution von lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen notwendig, um die Entgiftung zu unterstützen und die Aktivität des Immunsystems zu erhalten. Gesunde Lebensführung, gute Ernährung, ein gutes Stressmanagement und ausreichend Bewegung unterstützen die Chelat-Therapie.

Einsatzgebiete einer EDTA-Chelat-Therapie (Prävention und Therapie)

  • Schwer- und Leichtmetallbelastungen (Quecksilber, Aluminium, Arsen u.a.)
  • Arteriosklerose / Durchblutungsstörungen / Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
  • Burnout / Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Degenerative Augenerkrankungen
  • Fibromyalgie / Multiple Sklerose
  • Demenz / Morbus Alzheimer / Autismus
  • Neurodermitis / Allergien / Sklerodermie
  • Impotenz
  • Bei Kinderwunsch wird vor der Schwangerschaft eine Metallausleitung empfohlen – zum Schutze des Kindes! Hier beginnt Prävention.

Wie viele Chelat-Therapien sind notwendig?

Hierzu kann keine genaue Aussage getroffen werden, es kommt auf die vorliegende Erkrankung und Metallbelastung an. Bei degenerativen Gefäßerkrankungen geht man von einer Serie von 20 bis 30 Infusionen aus. Im Anschluss erfolgt eine monatliche Infusion, um den anfänglichen Behandlungserfolg zu erhalten.

Eine Chelat-Therapie ist keine Sache von 4 Wochen, sie erfordert Zeit, Geduld und die Mitarbeit des Betroffenen. Ein schöner Zusatzeffekt: sie verhindert vorzeitiges Altern.

Weitere ausleitende Verfahren 

  • Baseninfusionen, rechtsdrehende Milchsäure
  • Alpha-Liponsäureinfusionen, Vitamin C-Hochdosisinfusionen
  • Ernährungstherapien (Basenfasten, Trennkost, Heilfasten, Elimierung positiv getesteter Nahrungsmittel in der täglichen Ernährung)
  • Einläufe (Kaffeeeinlauf, Einlauf mit bestimmten Salzen)
  • Leberwickel, Basenwickel, Basenbäder, Ölziehen
  • Darmreinigung und Darmaufbau
  • Pflanzliche Tinkturen / Teerezepturen
  • Homöopathika, Spagyrika u. a.

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