Schmerz- & Immuntherapie

Definition von Schmerz und Schmerztherapie

Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das in der Regel durch eine Gewebereizung oder Schädigung ausgelöst wird. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Schmerz, zwischen Oberflächenschmerz (in der Haut entstehend) und Tiefenschmerz (von Muskeln, Gelenken, Knochen, Bindegewebe ausgehend), zwischen somatischem (von Knochen, Gelenken, Haut, Bindegewebe stammend), viszeralem ( von inneren Organen stammend) und neuropathischem (von Nerven kommend) Schmerz.

Schmerzen können scharf, stechend, pulsierend, krampfartig, dumpf, brennend, ziehend, diffus, gut lokalisierbar, kurz, lang, intervallartig u. v. m. sein. Ursachen können z. B. Gewebsschäden, Entzündungen, Spasmen, Durchblutungsstörungen, Übersäuerung, Überlastung, Fehlhaltung, Hitze, Kälte, psychische Belastungen sein. Bei all diesen Ursachen werden bestimmte körpereigene Substanzen (z. B. Prostaglandine, Histamin, Serotonin) aus den zerstörten oder gereizten Zellen freigesetzt, die zur Erregung der Schmerzrezeptoren (Schmerzempfänger) in der Haut, in Organen, Muskeln, Blutgefäßen und Gelenken führen. Das Schmerzsignal gelangt dann mittels Nervenzellen zum Rückenmark und Gehirn.

Akuter Schmerz

Er ist ein Warnsignal des Körpers. Er tritt plötzlich auf und ist meist gut lokalisierbar, da der Schmerzpunkt meist dem Ort der Schädigung entspricht. Wichtig hierbei ist, die Ursache zu finden und diese gezielt zu behandeln.

Chronischer Schmerz

Er ist über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten fast ständig vorhanden oder kehrt häufig wieder. Ein Bezug zu einer Gewebeschädigung, wie sie beim akuten Schmerz besteht, ist hier meist nicht mehr vorhanden. Der chronische Schmerz kann sich zu einer eigenständigen Krankheit entwickeln, deren Ursache nicht mehr erkennbar ist. Chronischer Schmerz resultiert oft aus einem unzureichend behandelten akuten Schmerz.

Akute, aber vor allem chronische Schmerzen sind nur schwer zu ertragen, sie können zermürben und das Leben bestimmen. Diagnostik und Therapie sind oftmals schwierig, langwierig und teilweise enttäuschend.

Schmerztherapie

Wie bei jeder Therapie sollte die Ursache des Schmerzes gesucht und die dem Schmerz zugrunde liegende Krankheit behandelt werden. Jedoch gelingt das nicht immer. Schulmedizinische Therapien zur Behandlung des Schmerzes können durch naturheilkundliche Verfahren ergänzt oder sogar in bestimmten Fällen ersetzt werden. Oft kann der Medikamentenverbrauch reduziert oder angepasst werden. Welche Therapie-Möglichkeiten eingesetzt werden, ergibt sich aus der Anamnese, körperlichen Untersuchung und individuellen Schmerzsymptomatik.

Möglichkeiten der naturheilkundlichen Schmerztherapie

  • Entsäuern, Entgiften (Basenfasten, Basenmittel, rechtsdrehende Milchsäure, Detox-kur, Alpha-Liponsäureinfusion u. a.)
  • Physikalische Therapien (Rotlicht, (Basen-) Wickel, Mikrostrom u. a.)
  • Phytotherapie (schmerzlindernde Pflanzen wie Weide, Teufelskralle, Johanniskraut, Beinwell u. a.)
  • Homöopathie (Rhus toxicodendron, Ruta graveolens, Dulcamara, Arnica u. a.)
  • Neuraltherapie (Injektion von Lokalanästhetika, Vitamin B12 u. a.)
  • Orthomolekulare Therapie (Vitamin B1, B5, B6, B12, Vitamin C, Magnesium, Carnosin, Lysin, Phenylalanin u. a.)
  • Ordnungstherapie (Atemtherapie, Hypnose, Malen, Musizieren u. a.)
  • Akupunktur (häufig eingesetzt z. B. Dickdarm 4 oder Magen 36)
  • Weitere Verfahren (RESET Kiefergelenksbalance, Fußreflexzonentherapie u. a.)

 

 

Definition Immunsystem und Therapie

Das Immunsystem besteht aus den Organen des lymphatischen Systems, aus mehr als tausend Milliarden Abwehrzellen, die vor allem im Blut und Lymphgewebe vorkommen und einer großen Anzahl von Immunfaktoren.

Organe des lymphatischen Systems

  • Thymus
  • Milz
  • Knochenmark
  • Lymphknoten
  • Lymphatischer Rachenring (Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln)
  • Lymphatisches Gewebe des Darms (Peyer-Plaques, Appendix)

Zellen des Abwehrsystems

  • Granulozyten (eosinophile, basophile und neutrophile)
  • Monozyten / Makrophagen
  • Lymphozyten (T- und B-Lymphozyten) / naturliche Killerzellen

Faktoren und Sekrete des Abwehrsystems

  • Enzyme (z. B. Komplementsystemfaktoren)
  • Zytokine (Interleukine, Interferone u. a.)
  • Antikörper, Histamin, Serotonin u. a.

Das Immunsystem stellt die Grundlage des menschlichen Organismus dar, alles, was fremd ist, also nicht dazugehört, abzuwehren, zu eliminieren oder zu tolerieren.

Störungen des Immunsystems zeigen sich durch

  • erhöhte Infektanfälligkeit (rezidivierende oder chronische Infekte wie Tonsillitis, Sinusitis, grippaler Infekt u. a.)
  • Gestörte Abwehrfunktion der Haut (Herpes labialis, allergische Ekzeme, Neurodermitis u. a.)
  • Allergien (Asthma, Urtikaria, Rhinitis, Pollinose, anaphylaktischer Schock u. a.)
  • Autoimmunerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis u. a.)
  • Zellentartungen (Tumoren benigne und maligne)

Das Immunsystem ist kein isoliertes System, sondern es gibt vielfältige Wechselbeziehungen zum Hormon- und Nervensystem. So supprimiert z. B. das Stresshormon Cortisol  oder die Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin die zelluläre Immunantwort. Trauer oder psychische Belastungen können ebenfalls das Immunsystem schwächen und die Infektanfälligkeit erhöhen, während eine lebensbejahende Grundeinstellung, Lachen und Freude es stärken.

Naturheilkundliche Immuntherapie

Ziel ist es, das Immunsystem zu stärken bzw. durch eine Umstimmung des Organismus die Reaktionen des Immunsystems zu verändern.

Mögliche Therapieverfahren

  • Eigenbluttherapie
  • Ernährungstherapie (Eliminationsdiät bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Pro Immun M) / Allergien)
  • Mikrobiologische Therapie (Darmfloraaufbau, Darmschleimhautregeneration durch Colostrum, Glutamin, antientzündliche Ernährung u. a.)
  • Homöopathie (Konstitutionsmittel oder Akutmittel)
  • Orthomolekulare Therapie (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Polyphenole, Colostrum, Aminosäuren u. a.)
  • Physikalische Therapie (Wechselduschen, Sauna, Bewegung an frischer Luft)
  • Akupunktur
  • Phytotherapie ( Bitterstoffe, Heilpilze, Ginseng, Eleutherococcus, Thuja, Mistel u. a.)
  • Ordnungstherapie (Stressreduzierung, Ortswechsel wie Hochgebirgsaufenthalt, Malen u. a.)

 

 

 

 

 

 

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