Krebs – Entstehung und Therapie

Zellleistung, Zellteilung und die Zwitternatur der menschlichen Zelle.
Hier verweise ich auf die Cellsymbiosis und deren Therapiekonzept nach Dr. med. Heinrich Kremer
(Kremer H. Die Stille Revolution der Krebs- und AIDS-Medizin. 1. Auf. 2001. 6. Auf.2006. Ehlers Verlag, Wolfratshausen)

Im Zentrum der wissenschaftlichen Erkenntnisse steht die Rolle der Mitochondrien.

Laut Kremer waren diese Mitochondrien ursprünglich Bakterien (Proteobakterien), die sich in einem bisher einmaligen Fusionsakt der Evolution mit den sog. „Archaea“ als Wirtszellen zusammengeschlossen haben: der sog. Cellsymbiosis. Laut Kremer wäre die Entwicklung zum Menschen ohne diesen einmaligen Fusionsakt nicht möglich gewesen. Laut Kremer bestehen 40% der Genanteile des Menschen aus den Anteilen der Proteobakterien, aus denen sich die Mitochondrien entwickelt haben, und 60% der Genanteile stammen von den Archaea. Der Mensch hat somit ein doppeltes Genom (sog. Zwitternatur). Die Archaea als Wirts- oder Mutterzellen sind für die Zellteilung und Regeneration verantwortlich, die Mitochondrien für die differenzierte und gezielte Zellleistung.
Kremer´s Postulat der „Zwitternatur“ der menschlichen Zelle hat sich für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit, Altern und Tod in der therapeutischen Praxis als äußerst fruchtbar erwiesen. Die vom Konzept der Cellsymbiosis abgeleitete Therapieform hat in den letzten Jahren teils beeindruckende Ergebnisse gezeigt. Der therapeutische Nutzen der Cellsymbiosistherapie ist anhand mehrerer hundert laborgestützter Fallberichte nachvollziehbar und wird fortlaufend an den aktuellen wissenschaftlichen Stand angepasst.

Die Mitochondrien steuern nahezu alle Stoffwechselleistungen, Energieprozesse und Entgiftungsvorgänge in jeder Körperzelle. Sie steuern die differenzierte Zellleistung, d.h. zum Beispiel, sie veranlassen die Magenzelle, Verdauungssäfte zu bilden; die Hormondrüsen (-zellen), Hormone zu bilden oder die Leberzelle, giftige Substanzen umzubauen. In jeder Körperzelle (außer den roten Blutkörperchen und den Thrombozyten) befinden sich durchschnittlich 1500, in Herzmuskelzellen bis zu 2000, in Nervenzellen bis zu 5000 und in der Eizelle sogar bis zu 120 000 Mitochondrien. Arbeiten diese Mitochondrien nicht mehr korrekt, ist die Energiebereitstellung gestört.

Bei der Energiebildung in den Mitochondrien mit Hilfe von Sauerstoff, dem sog. „Energiehochleistungsmodell“ entstehen zwangsläufig hochreaktionsfreudige Sauerstoffradikale (aber auch durch andere Faktoren). Diese werden bei intakten Mitochondrien und dem Vorliegen von ausreichend antioxidativ wirkenden Stoffen normalerweise wieder entschärft. Mangelt es aber an diesen antioxidativen Substanzen, so kann es zur Schädigung von Zell- oder Mitochondrienmembranbestandteilen oder zu Erbgutbruchstücken kommen. Als Selbstschutz reduzieren die Mitochondrien daraufhin ihre Aktivität. Es fallen damit zwar weniger Sauerstoffradikale an (sog. Schutzschaltung laut Kremer), aber es kommt zur Umschaltung der Energiebildung und zum Abfall der differenzierten Zellleistung. Der Energieträger ATP wird dann nicht mehr innerhalb der Mitochondrien mit Sauerstoff gebildet, sondern außerhalb im Zellplasma v. a. mittels Vergärung von Blutzucker (ohne Sauerstoffradikalbildung). Die differenzierte Zellleistung der Mitochondrien wird gebremst und die Zellteilung aktiviert, wie eine Art Überlebensstrategie der Zellen.
Bleibt dieser Umschaltprozess dauerhaft bestehen, kann durch die anhaltenden Zellteilungssignale Krebs entstehen. Krebszellen zeigen eine fixierte bzw. dominante Energiebildung im Zellplasma, also außerhalb der Mitochondrien, auf mit Ansteuerung der Zellteilung. Bei Krebs wurden in den Krebszellen bis zu 80% Mitochondrienverluste dokumentiert.

Neben diesen selbstproduzierten freien Radikalen (Sauerstoffradikale oder auch Stickstoffmonoxidgas) können viele weitere Faktoren die Mitochondrienleistung beeinträchtigen. Fehlen z. B. die für die Entgiftung von Industrietoxinen notwendigen Antioxidantien und Nährstoffe (Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine, Schwefelverbindungen, Polyphenole, essentielle Fettsäuren und Phospholipide), so kann die Mitochondrienfunktion im gesamten Körper zunehmend gestört werden.

Ein Frühsymptom der mitochondrialen Leistungsschwäche stellt das „Burnout-Syndrom“ dar. Cholesterinerhöhungen sind auch Zeichen von Mitochondrienstörungen, denn Cholesterin ist einer der Ausgangsbausteine für die Synthese von Steroid- und Sexualhormonen und Vorstufen von Vitamin D3. Der erste Syntheseschritt dieser Substanzen findet in der inneren Wand der Mitochondrien statt. Ist die Mitochondrienfunktion gestört, kommt es zu Hormonmangelzuständen und verminderten Vitamin D3 Blutspiegeln. Der Blutwert des Cholesterins hingegen steigt, da dies nicht mehr für die Synthese dieser Stoffe verwendet werden kann. Auch ein Mangel an Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen und dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin (Anämie) lässt sich aus Sicht der Cellsymbiosistherapie herleiten. Bei Hämoglobin handelt es sich um eine Verbindung von Eisen und Eiweiß, die den Sauerstoff tranportiert. Der erste Schritt der Hämoglobinbildung findet ebenfalls in den Mitochondrien statt und kann bei einer Mitochondriopathie nicht mehr optimal erfolgen.

Mögliche Faktoren für eine Mitochondrienstörung (Mitochondriopathie)

  • Mangel an Aminosäuren, Spurenelementen, Mineralstoffen, Vitaminen, Polyphenolen
  • Chronische Entzündungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Störung der Verdauungsorgane (z.B. eingeschränkte Aufnahmeleistung der Darmschleimhäute, Mangel an Verdauungssäften)
  • Chronische Infektionen (Viren, Bakterien, Pilze u.a.)
  • Belastung mit Schwermetallen / Umweltgiften
  • Stress / psychische Belastungen
  • Elektrosmog

Mögliche Krankheiten oder Gesundheitsstörungen bei Mitochondriopathien

  • Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes
  • Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Bindehautentzündung, Neurodermitis
  • Burnout-Syndrom, chronische Erschöpfung
  • Hormonbildungsstörungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Immunschwächen mit wiederkehrenden Infektionen (Herpes, Ebstein-Barr, Candida, Schimmelpilze u. a.)
  • Alterskrankheiten (Demenz, Alzheimer, Parkinson)
  • Depression, Phobien, AD(H)S
  • Cholesterinerhöhung, Anämie
  • Impotenz
  • Vorzeitiges Altern, Organdegenerationen
  • Und eben auch Krebs

 

Aufgrund der Zunahme von Umweltgiften und deren vermehrte Aufnahme kann bei all diesen Störungen oder Erkrankungen ein erhöhter Bedarf an essentiellen Mikro-/Makronährstoffen vorliegen. Hier wird immer wieder diskutiert, ob nicht mit einer gesunden Ernährung all diese essentiellen Elemente in ausreichender Menge aufgenommen werden. Benötigt man wirklich eine zusätzliche Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln/Vitalstoffkonzentraten?

Hierzu gibt es Studien, die zeigen, dass es in den letzten 20 Jahren zu drastischen Nährstoffverlusten in unseren Lebensmitteln durch ausgelaugte Böden, Luftverschmutzung, sauren Regen, zu schnelles Wachstum, zu lange Lagerung u. v. m. kam. Da die Mikro-/Makronährstoffe aber für die Entgiftung und somit Aufrechterhaltung, Stabilisierung und Regeneration zellulärer Systeme unverzichtbar sind, stellt dieser Baustein ein wichtiges Element in der Therapie dar. Es geht auch nicht darum, einfach nur irgendwelche Ergänzungspräparate ungezielt einzunehmen. Sondern es werden Naturstoffe ausgewählt, die bestimmte Lichtquanten im nahen UV- und sichtbaren Spektrum absorbieren und emittieren. Diese Lichtquanten-absorbierenden Substanzen (Polyphenole, Isoprenoide u. a.) können über vielfach vernetzte Regelkreise die sauerstoffabhängige Mitochondrienleistung aktivieren (wie eine Überbrückungsfunktion). Polyphenole können vom Säugetierorganismus nicht synthetisiert werden und haben deshalb Vitamin-Charakter. Sie sind für eine intakte Mitochondrienfunktion essentiell. Aus diesem Grunde werden genau diese Substanzen in geeigneter Kombination mit anderen Naturprodukten zur Verhütung und Therapie schwerwiegender mitochondrialer Leistungsschwächen, Systemerkrankungen und vorzeitiger Alterungsprozesse von den Therapeuten empfohlen (sog. Originalrezepturen nach Dr. Heinrich Kremer).

Hier noch einige weitere Informationen
Sirtuine: Gerät der Körper unter Stress (Nahrungsmittelknappheit, Hitze, Wassermangel usw.), so werden die sog. Sirtuin-Enzyme aktiviert. Diese setzen die mitochondriale Energieproduktion in Gang, blockieren den Abbau der Zellen und haben zellschützende und DNA-stabilisierende Funktionen. Resveratrol (aus z.B. Weintrauben oder Knöterich gewonnen) als Sirtuin-Enzym-Aktivator kann auf Prozesse positiv wirken, die die Bildung von Krebszellen und deren weitere Entwicklung hemmen (Reduzierung von Sauerstoffradikalen, Reduzierung von Entzündungsbotenstoffen, Modulation von Wachstumsfaktoren wie Insulin, Erhöhung der Mitochondrientätigkeit).

Curcumin: kann die Sensitivität von Tumorzellen auf Chemo- und Strahlentherapie verbessern, hat Immunsystemstimulierende Wirkung, kann die Nebenwirkung von Chemotherapie lindern, wirkt antioxidativ und antientzündlich.
Curcumin hat in präklinischen Studien gezeigt, dass es die Tumorentstehung bei veschiedenen Krebsarten hemmen kann, inklusive Dickdarmkrebs. Es kann den Zellteilungszyklus stoppen und die Tumorgefäßneubildung und Metastasierung hemmen.

Astaxanthin: ist verantwortlich für die Rotfärbung von Lachs und rosa Flamingos, von Krebs- und Krustentieren. Es entschärft freie Radikale wirkungsvoller, als Beta-Karotin. Es schützt die Zell- und Mitochondrienmembranen. Es wird auch eingesetzt zur Vorbeugung oder Behandlung von nervenzelldegenerativen Krankheiten und hat positive Effekte bei Krebs.

L-Prolin: Spielt eine wichtige Rolle bei der Kollagensynthese. Kollagen ist ein Bestandteil des Bindegewebes. Ein stabilisiertes Bindegewebe soll das Auswandern von Metastasen erschweren. In Kombination mit Ascorbinsäure und Lysin konnte eine signifikante Krebswachstumsreduzierung und Antimetastasenwirkung auf bestimmte menschliche Krebszelllinien beobachtet werden. (Brustkrebs-, Dickdarmkrebs- und Hautkrebszellen).

Ergebnisse aus Präventivstudien zeigen, dass Frauen in der Menopause, die ausreichend mit dem Sonnenvitamin D3 in Kombination mit Calcium versorgt sind, signifikant seltener an Krebs erkranken. Frauen und Männer mit ausreichender Vitamin D3 Versorgung erkranken seltener an Multipler Sklerose, Kinder sind weniger gefährdet, an jugendlichem Diabetes zu erkranken. Die zu erreichenden Blutwerte sind aber in den Studien deutlich höher als die derzeit geltenden Empfehlungen.

In Ländern, in denen die Menschen vermehrt Curry verzehren, treten weniger Dickdarmkrebs und Alzheimer auf. Das darin enthaltende Curcumin schützt die Gesundheit wohl noch weitaus mehr, als bisher angenommen.

Zusammenfassung und Therapieansätze

Nach Dr. med. Heinrich Kremer sind Funktionsstörungen und Strukturschäden der Mitochondrien (Mitochondriopathien) an der steigenden Zahl der (chronischen) Erkrankungen im vergangenen Jahrhundert maßgeblich beteiligt. Alle Prozesse oder Gifte, welche direkt die Mitochondrienfunktion schädigen, können somit das Risiko für systemische und auch organbezogene Krankheiten erhöhen oder sogar als deren Auslöser angesehen werden.

Und genau hier setzt die Cellsymbiosistherapie an. Faktoren, die die Mitochondrienfunktion stören oder blockieren, müssen korrigiert bzw. eliminiert und die Mitochondrien stabilisiert und regeneriert werden.

Die Cellsymbiosistherapie ist für mich einer der bedeutenden Therapieansätze zur Vorbeugung und Behandlung all der (chronischen) Erkrankungen.

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